Strecke
Start/Ziel Carros
Distanz 20,5 Kilometer
Auf-/Abstieg 1.040 Höhenmeter

Tourenbeschreibung
Diese Runde beginnt im unteren Teil von Carros: Carros Les Plans. Hier gibt es nicht besonders viel zu sehen, aber er eignet sich gut als Aufenthaltsort zwischen Nizza und dem Parc Naturel des Préalpes d’Azur.
Vom Siedlungsgebiet starte ich zu meinem ersten Ziel: Carros Village, dem mittelalterlichen Städtchen hoch über dem Var-Tal. Hier ist es gar nicht so einfach, den richtigen Weg zu finden, deshalb laufe ich erst einmal entlang der Straße. Dennoch geht meine Planung nicht ganz auf und ich verlaufe mich einige Male, bis ich endlich oben angekommen bin.
Bevor ich meinen Lauf fortsetze, nehme ich mir ein paar Minuten Zeit und erkunde die engen Gassen der Stadt. Von hier aus ergeben sich auch immer wieder Ausblicke hinunter zum Var und auch zum Meer, das in der Ferne glänzt.

Zurück von meiner kleinen Sightseeingtour geht es nun endlich auf den Trail. Ein Wegweiser in Richtung “Sommet du Broc” zeigt mir den richtigen Pfad.
Zuerst geht es noch relativ gemächlich dahin und ich genieße noch einmal den Blick zurück nach Carros. Doch schon bald wird es richtig steil und ich sammle ordentlich Höhenmeter. Zum Glück befinde ich mich hier noch in dichtem Wald, denn die Sonne hat die Luft auch jetzt am Vormittag schon gut aufgeheizt.

Ich verlasse den schmalen Pfad und setze den Lauf nun auf einer breiteren Forststraße fort. Auf dieser geht es etwas weniger steil, aber kontinuierlich bergauf. Langsam lichtet sich auch die Vegetation und setzt mich der vollen Kraft der Sonne aus. Glücklicherweise habe ich gut vorgeplant und mir zwei Liter Wasser zum Trinken eingepackt. Die werde ich heute auch brauchen.
Als ich ein rostiges Eisenrohr (wahrscheinlich eine Wasserleitung) erreiche, wird der Weg etwas flacher. Von hier aus sehe ich weit über das Tal. Kurz vor einer Rechtskurve befindet sich ein kleines Plateau, wo eine Schautafel das Panorama erklärt. Links von mir sehe ich die schneebedeckten Berge des Nationalparks Mercantour. Richtung Meer werden die Hügel immer kleiner, bis die Landschaft rechts von mir ins Meer übergeht.

Kurz schnaufe ich noch einmal durch, bevor ich mich an die letzten 200 Höhenmeter des Anstiegs mache. Es ist schon ganz schön heiß und hier gibt es keinerlei Schatten. Weiter oben weht allerdings eine leichte Brise, die mich etwas abkühlt.
Ich erreiche eine Kreuzung, an der ich beschließe, nicht rechts zum Sommet du Broc zu laufen, sondern gleich links abzubiegen. Hier geht es zunächst auf der Hochebene dahin, bis der breite Weg zu fallen beginnt und mich hinunter zum Vallon de Sine bringt. An einer großen Kreuzung zweigen Wege in alle Himmelsrichtungen ab. Gut, dass es einen Wegweiser gibt, der mir den Pfad Richtung Jas de Jausserand zeigt. Dieser ist gar nicht so leicht zu sehen, deshalb freue ich mich, als ich wenig später auch eine Wegmarkierung sehe.
Der nächste Abschnitt ist wunderschön. Der schmale Pfad führt mich durch üppiges Grün durch kleine Wiesen und Eichenwälder. Neben dem Weg blühen gelbe Blumen und Schmetterlinge begleiten mich auf dem Weg. In leichtem Bergauf und Bergab laufe ich so durch dieses kleine Hochtal.

Jas de Jausserand scheint eine kleine private Niederlassung zu sein. Der Weg führt etwas außerhalb vorbei und geht wenig später wieder in eine breitere Forststraße über. Diese führt leicht bergab, bis ich zur nächsten Kreuzung komme.
Um nicht hinunter nach St-Jeannet zu kommen, muss ich hier links Richtung Gattières abbiegen. Das bedeutet wieder einige Höhenmeter im Aufstieg, um einen kleinen Sattel zu überqueren. Von dort geht es nun endgültig bergab.

Mit wunderschöner Aussicht umrunde ich einen Hügel: Hier sehe ich wieder über das Var-Tal bis zum Meer. Wenig später geht es dann aber wieder in Serpentinen Höhenmeter um Höhenmeter hinab nach Gattières. Bald erreiche ich eine Siedlung und kürze den Verlauf der Straße über ein paar Stufen ab.

In Gattières angekommen, habe ich aufgrund der Hitze nur mehr wenig Lust, die Stadt anzuschauen, auch wenn die schmalen Straßen sehr einladend erscheinen. Hier habe ich auch wieder Probleme mit der Orientierung und muss einige Höhenmeter wieder zurück, nachdem ich auf den falschen Weg abgebogen bin.

Ich freue mich sehr, als ich an einem Wasserspender vorbeikomme. Zwar habe ich noch etwas Wasser übrig, aber das ist mittlerweile schon sehr warm.
Nach der Erfrischung mache ich mich auf den Weg die letzten Kilometer zurück nach Carros. Dieser verläuft nun entlang der Straße und ist nicht gerade schön. Außerdem finde ich es wieder schwierig, die richtigen Abzweigungen zu finden und so laufe ich sicher wieder einige Meter zu viel.
Umso mehr freue ich mich, als ich endlich Carros erreiche. Es ist nun Mittag und die Temperatur liegt wohl schon bei rund 30 °C. Zeit für ein erfrischendes Getränk!
Fazit
Auf dieser Runde gibt es keine expliziten Highlights, was aber nicht heißen soll, dass sie langweilig ist. Für mich war das Schöne an dieser Tour die Abwechslung: Von zwei mittelalterlichen Städten über traumhafte Ausblicke bis hin zu idyllischen Wiesen und Wäldern war hier alles dabei.
Tipps
Ich war Mitte Mai unterwegs und die Temperaturen waren für diese Tour schon etwas hoch.
Sind hohe Temperaturen prognostiziert, ist ein früher Start hier durchaus ratsam.Bis auf einen Trinkbrunnen am Ende der Runde gibt es kein Wasser: also genügend zu trinken einpacken.
Man durchquert auch Weidegebiet, das durch Hirtenhunde geschützt wird. Man sollte nicht direkt durch Schafherden hindurchgehen und sich ruhig gegenüber den Hunden verhalten.
Durch die etwas schwierige Orientierung in den bewohnten Gebieten lohnt es sich auf jeden Fall, die Route auf der Uhr oder dem Handy gespeichert zu haben.
Links
Die Tour auf Alpenverein-Aktiv: https://www.alpenvereinaktiv.com/s/IhPpSV
