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Naturpark Estérel – Trailrun durch die roten Felsen an der Côte d'Azur

Seine roten Felsen machen das Estérel-Massif zu einem spektakulären Anblick. Für mich ging es auf den Gipfel des Mont de l'Ours.

Strecke

Start/Ziel Miramar – Théoule-sur-Mer
Distanz 15 Kilometer
Auf-/Abstieg 710 Höhenmeter

Die Route im Überblick

Tourenbeschreibung

Südlich von Cannes befindet sich das Estérel-Gebirge. Es ist bekannt für seine roten Felsen und geht direkt in das Mittelmeer über.

Für meine Erkundung des Naturparks starte ich in Miramar, einem Teil der Kommune Théoule-sur-Mer. Vom Hotel Le Patio geht es kurz die Hauptstraße entlang, bevor ich links in eine Siedlung abzweige. Hier mache ich die ersten Höhenmeter, bis ich einige Serpentinen später nach ca. 1,7 Kilometern einen Trail erreiche.

Dieser steigt erstmal nur leicht an und ich sehe gleich einmal das Ziel meiner heutigen Runde. Durch die Antenne ist er leicht erkennbar: der Mont de l’Ours – also der “Bärenberg”. Mit Bären rechne ich heute nicht, dafür mit hohen Temperaturen, die mir schon jetzt den Schweiß auf die Stirn treiben.

Der erste Blick auf den Mont de l’Ours, rechts mit der Antenne.

Nach leichtem Auf und Ab erreiche ich den Col de Théoule, von dem zig verschiedene Wege abzweigen. Von dort geht es für mich so ziemlich geradeaus und ich folge dem Weg, der nun etwas steiler ansteigt.

Zweimal treffe ich auf eine Forststraße, bis ich den Col du Trayas erreiche. Hierher werde ich auch später wieder zurückkommen und denselben Weg zum Ziel laufen. Jetzt geht es aber erstmal hinauf zum Sommet des Grosses Grues.

Ich habe mich für eine direkte Variante entschieden, bei der ich gleich merke, dass sie es in sich hat. Gleich geht es steil bergauf, und das auch noch über grobe Felsblöcke. Als ich in den Wald eintauche, wird der Untergrund zwar etwas einfacher, aber der Weg noch steiler. Rund 30 Prozent Steigung werden mir von meiner Uhr angezeigt.

Durch einen dichten Nadelwald geht es dem Gipfel entgegen. Immer wieder wechselt der Untergrund zwischen Erde und Schotter in verschiedenen Ausprägungen. Beim Aufstieg muss ich auf jeden Fall konzentriert bleiben, um den Weg nach oben sicher zu meistern.

Der Weg zum Sommet des Grosses Grues ist anspruchsvoll.

Zum Glück ist es nicht einmal ein Kilometer, bis ich oben am Sommet des Grosses Grues ankomme. Hier offenbart sich das erste Mal die traumhafte Landschaft des Naturparks Estérel. Zwischen dem Grün der Bäume und Büsche tauchen immer wieder rote Felsspitzen auf, die für einen spannenden Kontrast sorgen.

Die roten Felsen sind typisch für das Estérel Gebirge. Ausblick vom Sommet des Grosses Grues

Nach einem ebenfalls relativ steilen Downhill beginnt ein weiterer kleiner Anstieg. Der Weg verläuft meist in bewaldetem Terrain. Der Wald ist jedoch nicht besonders dicht, was schöne Ausblicke aufs Meer und das Gebirge erlaubt, doch auch zu wenig Kühlung gegen die Sonne führt.

Blick zurück zum Ausgangsort Der Pic de l’Ours rückt näher.

Nach zwei Gegensteigungen erreiche ich den Col Notre Dame. Am Col befindet sich auch ein Parkplatz für jene, die sich ein paar Höhenmeter zum Pic de l’Ours ersparen wollen. Von hier aus starte ich in eine kleine Schleife und werde wieder an den Col zurückkehren.

Hinauf zum Pic de l’Ours sind es noch einmal etwa 150 Höhenmeter. Zuerst geht es durch Gebüsch, dann durch einen Wald nach oben. Oben angekommen empfängt mich der große Sendemast, der schon von Weitem sichtbar war. Ein großer Teil des Gipfels ist Sperrgebiet, weshalb ich etwas weiter laufe, bis ich eine kurze Pause einlege.

Unten sieht man den Col Notre Dame mit dem Parkplatz.

In der Ferne sehe ich den Sommet des Grosses Grues, und ich vollziehe den Weg nach, den ich bisher gelaufen bin. Weiter geht es nun zum Dent de l’Ours, also zum Bärenzahn. Dieser ist ein schroffer, roter Monolith, den man schon von Weitem erkennt. Im Dent de l’Ours befindet sich auch eine Höhle, in der viele Besucher eine riesige Anzahl an Steinmännchen gebaut haben: ein interessanter Anblick.

Der Dent de l’Ours In einer Höhle unter dem Dent de l’Ours befinden sich viele Steinmännchen.

Vom Dent de l’Ours geht es dann wieder zurück zum Col Notre Dame, von wo ich mich für die Forststraße entscheide und nicht mehr den Trail zurücklaufe.

So geht es nun etwas schneller zurück. Der Nachteil an dieser Strecke ist jedoch der fehlende Sonnenschutz. Die Temperaturen um die 30° C lassen mich wie in einer Sauna fühlen.

Eine kleine Steigung will noch erklommen werden, bis ich wenig später wieder den Col du Trayas erreiche. Von hier kenne ich den Weg schon, und dieser ist glücklicherweise fast nur noch bergab. So dauert es auch nicht mehr lange, bis ich wieder die Siedlung erreiche, von der ich gestartet bin.

Ich blicke noch einmal zurück zur Antenne und zum Mont de l’Ours und freue mich über die wohlverdiente Abkühlung.

Fazit

Eine aussichtsreiche Runde im Naturpark Estérel. Es gibt verschiedenste Wege, die sich erkunden lassen – meine Runde war speziell im Anstieg hinauf zum Sommet des Grosses Grues relativ anspruchsvoll. Hier gäbe es auch einen leichteren (aber längeren) Anstieg über den Col de la Cadière. Der Rest der Strecke war leichter zu laufen.

Der Pic de l’Ours mit seiner Antenne selbst ist nicht besonders interessant, dafür fand ich den Dent de l’Ours spannender.

Für mich war hier einfach der Weg das Ziel, denn fast überall boten sich grandiose Ausblicke auf Meer, Gebirge und Wald.

Tipps

  • Im Sommer genügend zu trinken mitnehmen: Es kann heiß werden.

  • Man kann am Col Notre Dame parken und spart sich einige Höhenmeter.

  • In der Nähe befindet sich das Cap Roux, das auch unglaublich schön ist – hier sind die Wege aber etwas anspruchsvoller.

  • Wer ein Rad dabei hat, kann auch Trailrunning und Mountainbiken verbinden.

Die Tour auf Alpenverein-Aktiv: https://www.alpenvereinaktiv.com/s/IhXEkZ

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