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Von Hall/Admont auf den Scheiblingstein (2.197m)

Diesmal geht es auf einen der markanten Gipfel der Haller Mauern. Sieht man ihn vom Tal aus, möchte man gar nicht glauben, dass man hier raufwandern kann.

Video

Strecke

Start/Ziel: Sportplatz Hall
Distanz: 20,7 Kilometer
Aufstieg/Abstieg: 1.630 Höhenmeter

GPX zum Download

Die Route im Überblick

Tourenbeschreibung

Los geht es für mich vom Sportplatz in Hall. Die ersten zwei Kilometer werde ich gemütlich von hier bis in die Mühlau auf der Straße zurücklegen. Zwar gibt es auch dort einen Parkplatz, jedoch finde ich die sieben Euro, die dafür zu entrichten sind, unangemessen hoch. Am ehemaligen Parkplatz (wo jetzt Parkverbot herrscht) befindet sich auch der erste Wegweiser hinauf zu meinem heutigen Ziel: dem Scheiblingstein.

Ausblick vom Tal auf den Scheiblingstein Hier beginnt die eigentliche Wanderroute.

Die ersten der rund 1.600 Höhenmeter sind aber noch durchaus gemütlich. Eine Forststraße führt von hier erst einmal tiefer ins Tal hinein. Diese verschwindet (samt mir) bald im Wald und nach und nach wird auch die Steigung etwas größer.

Der eigentliche Anstieg beginnt etwas unterhalb der Gstattmaieralm. Hier verlasse ich den Schotterweg und es wird Zeit für mich, die Stöcke auszupacken. An der Alm begrüßen mich ein paar Kühe, die neugierig blicken, als ich auf der Almwiese an ihnen vorbeistapfe.

Blick zurück auf die Gstattmaieralm

Bald tauche ich wieder in den Wald ein. Über Wurzeln und Steine hinweg arbeite ich mich den Berg hinauf.

An einer Forststraße erreiche ich eine Abzweigung. Links geht es weiter zum Rohrauerhaus. Ich halte mich allerdings rechts und folge dem breiten Weg in Richtung Scheiblingstein.

Die paar flachen Meter auf dem Forstweg werden für mich die letzten im Anstieg sein. Ab jetzt geht es nur noch bergauf.

Bald endet die Straße und ein Pfad verläuft durch dichtes Dickicht, das ich ein paar Höhenmeter später wieder verlasse. Hier habe ich einen perfekten Ausblick auf den Pleschberg.

Der Pleschberg Blick ins Tal

Wenig später geht es aber erneut in den Wald, wo ich bei einer Jagdhütte vorbeikomme. Je höher ich komme, desto mehr Latschen und desto weniger Bäume passiere ich.

Bald taucht mein heutiges Ziel wieder vor mir auf. Mächtig ragt die schroffe Felswand des Scheiblingsteins vor mir auf. Noch immer ist es schwer vorstellbar, dass hier tatsächlich ein Weg hinaufführt.

Noch ist kein Weg hinauf ersichtlich.

Von hier beginnt der alpinere Teil der Tour: Vor mir liegt die Lange Gasse, eine Schlucht zwischen Großem Pyhrgas und Scheiblingstein, durch die ich weiter nach hinten wandere. Je weiter ich komme, desto mehr lässt sich der Pfad zum Gipfel erahnen. Von dieser Seite ist der Scheiblingstein nämlich weniger schroff, stattdessen führt hier eine steile Wiese hinauf.

In der Langen Gasse wird es alpiner.

Ich marschiere Meter um Meter nach oben. Mit jedem Höhenmeter nimmt auch der kalte Wind zu, von dem man im Tal noch nichts gemerkt hatte. Trotz des anstrengenden Aufstiegs ziehe ich mir eine Jacke über. Kurz unterhalb des Gipfels begrüßen mich noch einige Gämsen, denen der Wind weniger anzuhaben scheint als mir.

Nun ist es nicht mehr weit.

Als ich das Gipfelkreuz des Scheiblingsteins auf 2.197 Metern erreiche, beschließe ich, nur kurz zu verweilen und das Panorama zu genießen. Für einen längeren Aufenthalt ist meine Jacke leider nicht warm genug. Dennoch bin ich vom Ausblick fasziniert: Unter mir sehe ich das Tal und meinen Ausgangspunkt. Der Scheiblingstein befindet sich auch direkt an der Grenze zwischen der Steiermark und Oberösterreich. So kann ich weit in beide Bundesländer hineinschauen.

Das Gipfelkruez des Scheiblingsteins ist erreicht. Der Große Pyhrgas ist zum Greifen nahe.

Panorama über die Haller Mauern

Zurück geht es für mich erst einmal denselben Weg. Erst bei der Abzweigung zum Rohrauerhaus beschließe ich eine kleine Alternativroute zu laufen. Statt links auf den bekannten Wanderweg abzubiegen, bleibe ich auf der Forststraße und laufe in Richtung Pleschberg, bis ich dort wieder auf einen Wanderweg ins Tal treffe. So spare ich mir den Rückweg über die Straße und habe außerdem noch ein paar schöne Ausblicke auf den Scheiblingstein.

Fazit

Auch wenn im Anstieg relativ viel gewandert werden muss, lohnt sich der Scheiblingstein als Laufgipfel. Insbesondere der Zustieg über die Forststraße ist gut laufbar, aber auch bergab kann gut gelaufen werden.

Tipps

  • Durch die konstante Steigung sind Stöcke empfehlenswert.
  • Auf dem Weg gibt es keine Hütten oder sonstige Möglichkeiten zur Verpflegung.
  • Wer einkehren will, kann einen kleinen Umweg zum Rohrauerhaus machen.
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