Über 1.000 Kilometer habe ich mit meinen Hoka Mach 6 zurückgelegt. Wofür ich ihn verwende, was mir gefällt und was nicht, und ob ich mir den Schuh noch einmal kaufen würde, erfahrt ihr hier.
Passform
Wie bei allen Schuhen von Hoka habe ich mich für Schuhgröße 44 entschieden. Die hat mir auch für den Mach 6 wie erwartet gepasst.
Wenn ich den Schuh enger schnüre, habe ich das Gefühl, dass er um den Fußballen etwas eng wird. Das lässt sich aber durch eine etwas lockere Schnürung leicht beheben, bzw. passt sich nach ein paar Kilometern auch von selbst an.
Ansonsten passt der Schuh ausgezeichnet und ich hatte keinerlei Probleme mit Blasen oder ähnlichem; auch nicht bei längeren Läufen.
Ich bin mit dem Hoka Mach 6 auch im Oktober 2025 meinen ersten Straßenmarathon gelaufen. Hier hat mich der Schuh gut über die 42,195 Kilometer gebracht.

Obermaterial
Schon am Obermaterial merkt man, dass man hier einen eher “schnelleren” Schuh in der Hand hält. Das Material ist dünn und luftig und legt dadurch etwas weniger Fokus auf Komfort. Auch die Lasche ist (zum Beispiel im Vergleich mit dem Hoka Clifton) sehr minimalistisch gehalten.
Dennoch würde ich den Mach 6 als durchaus angenehm beschreiben. Durch das dünne Obermaterial hatte ich auch kein Problem mit übermäßigem Schwitzen.

Mittelsohle
Das eigentliche Highlight aktueller Schuhe ist ja mittlerweile meist die Mittelsohle, bzw. die darin verwendeten Schaumzusammensetzungen.
Die Mittelsohle des Hoka Mach 6 ist angenehm responsiv, ohne irgendwie unangenehm instabil zu werden. Der Schaum ist etwas fester als bei seinem Vorgänger, dem Mach 5, was für mich aber kein Nachteil ist.
Für mich wurde hier eine sehr gute Abstimmung getroffen, was den Schuh sehr vielseitig einsetzbar macht. Er fühlt sich weder bei langsameren Läufen noch bei Tempo- oder Intervalltrainings fehl am Platz an.
Im Mach 6 ist keine Platte (weder Carbon noch Plastik) verbaut, was ihn damit wahrscheinlich nicht zum ultimativen Rennschuh macht. Aber dafür gibt es ja genügend andere Modelle.

Außensohle
Die Außensohle ist minimalistisch gehalten. Im Gegensatz zum Mach 5, wo die Mittelsohle nahtlos in die Außensohle überging, sind hier spezielle Applikationen angebracht, die die Haltbarkeit verlängern sollten.
Das funktioniert meiner Meinung nach sehr gut. So habe ich auch nach 1.000 Kilometern mit dem Schuh noch nicht das Gefühl, dass der Schuh “komplett durch” ist. An manchen Stellen sieht man ihm das Alter dann aber doch an.
Wenn man hier eine Schwäche suchen möchte, ist es möglicherweise der Grip bei feuchten, eisigen Verhältnissen. Aber selbst dann, hatte ich mich damit nicht unsicher gefühlt.

Einsatzgebiet
Wenn ich Abseits von Trails auf der Straße unterwegs bin, ist der Hoka Mach 6 der Schuh, auf den ich am liebsten zurückgreife. Das Laufen auf der Straße macht für mich damit einfach Spaß.
Was mich auch überzeugt, ist die Vielseitigkeit des Schuhs. Ich habe damit lange Dauerläufe (~6:00 min/km) als auch Intervalle (~3:50 min/km) trainiert und mich bei jeder Pace damit wohlgefühlt.
Deshalb kommt auch mein Hoka Clifton 9, der für langsamere Einheiten gedacht war, kaum zum Einsatz. Der Mach 6 macht einfach mehr Spaß.
Pro / Contra
Pro
- Vielseitig Einsetzbar
- Lange Haltbarkeit
- Macht Spaß beim Laufen
Contra
- Weniger Komfort als z.B. der Clifton
- Etwas rutschig bei Nässe oder Eis
Fazit
Der Hoka Mach 6 bleibt mein Lieblingsschuh, wenn es ums Laufen auf der Straße geht. Deshalb habe ich mir noch ein neues Paar gekauft, um nach den 1.000 Kilometern langsam das alte Paar in Ruhestand zu schicken.
Klar wird es Schuhe geben, die noch spezifischer in ihrem Anwendungsfall sind und dort den Mach 6 schlagen. Für mich ist aber die universelle Einsetzbarkeit seine große Stärke: Er macht bei den verschiedensten Geschwindigkeiten Spaß zu laufen.
Deshalb gibt es hier für mich eine klare Empfehlung für diesen Schuh, insbesondere wenn man einen All-in-one-Straßenschuh sucht.

