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Strecke
Start: Bahnhof Übelbach
Ziel: Bahnhof Frohnleiten
Distanz: 19,6 Kilometer
Aufstieg: 1.000 Höhenmeter
Abstieg: 1.100 Höhenmeter

Tourenbeschreibung
Die Route startet für mich direkt am Bahnhof in Übelbach. Mit dem Regionalzug ging es zuvor von Deutsch-Feistritz in gemächlichem Tempo von Bedarfshalt zu Bedarfshalt. So hatte ich bereits etwas Zeit, mich auf den heutigen Lauf einzustimmen.

In Übelbach bleibt mir gar nicht viel Zeit zum Einlaufen, denn schon vom Bahnhof weg geht es für mich bergauf. Nach wenigen Metern verlasse ich auch schon die Siedlung und biege links auf einen Waldweg ab. Mittlerweile hat es leicht zu regnen begonnen, aber noch nicht genug, um meine Regenjacke auszupacken.
Der Weg steigt weiter an und ich quere mehrmals eine Forststraße, bis ich kurz den Wald verlasse und am Hubertushof mit seiner Kapelle ankomme. Hier folge ich der Straße, die direkt an der Kapelle weiter verläuft.
Kurz darauf tauche ich auch schon wieder in den Wald ein. Die Forststraße, auf der ich mich befinde, verläuft aber nur wenig steil, bis ich links auf einen Pfad abzweige.
Bald darauf komme ich an einer weiteren Kapelle vorbei. Diese befindet sich auf einer Wiese, von der ich freie Sicht auf den Himmel habe, der immer dunkler zu werden scheint. Auch wenn es gerade nicht regnet, verheißt das wohl nichts Gutes für ein trockenes Vorankommen.

Kurz bevor ich die Almhütte Plotschenbauer erreiche, beginnt es dann auch stärker zu regnen. Schnell ziehe ich mir meine Regenjacke über. Da ich mich auf einer Forststraße befinde, ist der Untergrund trotz des Niederschlags schön griffig.
An einer Abzweigung halte ich mich dann geradeaus und folge nicht der Markierung, die den Weg links hinauf zur Fensteralm kennzeichnet. So erreiche ich einige Minuten später eine Weide, auf der Kühe sich vom nassen Wetter nicht beeindrucken lassen und genüsslich Gras fressen.
Nun laufe ich leicht bergab, bis ich die Gmoa Alm erreiche. Bei schönerem Wetter könnte man hier gut einkehren, aber der weiterhin konstante Regen überzeugt mich eher, schnell voranzukommen. Mein Oberkörper ist zwar durch die Regenjacke gut geschützt, aber Hose und Schuhe sind inzwischen durch und durch nass.
Nach der Gmoa Alm steht für mich einmal eine längere Bergabpassage an. Bis nach Schenkenberg verliere ich auf rund drei Kilometern 340 Höhenmeter. Dort angekommen durchquere ich einen Bauernhof und erreiche bald den Start eines neuerlichen Anstiegs.
Ein Blick Richtung Himmel lässt mich optimistischer werden. Über mir hat sich ein großes Wolkenloch gebildet und ein Stück blauer Himmel lacht mir entgegen.
Und dann geht es ganz schnell: Während ich den Anstieg in Angriff nehme, sind innerhalb weniger Minuten die Wolken verschwunden und die Sonne lacht mir ins Gesicht. Schon wenig später habe ich meine Regenjacke weggepackt und die Temperatur steigt wieder merklich an.

Als ich die Abzweigung zum Haneggkogel erreiche, ist meine Kleidung bereits wieder getrocknet und ich mache mich trockenen Fußes auf die letzten Höhenmeter des Tages. Am Gipfelkreuz des Haneggkogels (1.091 m) kann ich mir fast nicht mehr vorstellen, dass es vor Kurzem noch so konsequent geregnet hat. Auf einer der Bänke am Gipfelplateau nehme ich mir die Zeit, gemütlich zwei Müsliriegel zu verspeisen. Hier treffe ich auch auf eine Wandergruppe, die ebenfalls ordentlich vom Regen erwischt wurde.

Vom Gipfel geht es nun gleich eine steile Wiese hinab, bis ich nach einer Abzweigung nach links in den Wald eintauche. Dieser spuckt mich wenig später wieder an einer Straße aus. Hier gibt es zwei Möglichkeiten für mich: Entweder nehme ich den etwas längeren Panoramaweg oder ich entscheide mich für einen direkteren Weg ins Tal. Ich entscheide mich für die zweite Option und komme dem Tal rasch näher.

In Adriach erreiche ich wieder die Zivilisation und werde von der Kirche empfangen. Nun ist es auch nicht mehr weit bis Frohnleiten. Exakt in dem Moment, als ich den Bahnhof erreiche, fährt der Zug auch schon ein: perfektes Timing!

Fazit
Eine gut laufbare Tour durch den etwas unbekannteren Teil des Grazer Berglands. Dennoch gibt es eine schöne Abwechslung aus Forststraßen und Wanderwegen. Man kommt an Almhütten und grasenden Kühen vorbei und kann als krönenden Abschluss auch den Gipfel des Haneggkogels erklimmen.
Tipps
- Beim Plotschenbauer und der Gmoa Alm kann man auch einkehren
- Es lohnt sich auch ein Abstecher auf den schönen Hauptplatz von Frohnleiten
- Die Tour entspricht mehr oder weniger der 2. Etappe des Grazer-Bergland-Wanderwegs (leider ist dieser nur in die andere Richtung beschildert)
